Zu Besuch bei Kaninchen, Huhn und Hund
Heute hat uns Frau Kron mit zu ihrem Onkel genommen (sie hat alles mit ihrem Handy gefilmt). Der hat ganz viele Tiere. Er züchtet nämlich Kaninchen.
Züchten bedeutet, dass man ganz genau aufpassen muss, dass die Kaninchen genauso aussehen wie in den Büchern beschrieben. Da muss alles stimmen. Die Fellfarbe, die Augenfarbe, die Krallenfarbe usw. Außerdem hat Frau Krons Onkel auch noch Hühner. Aber keine normalen Hühner, die nur weiß oder braun sind. Die waren ganz bunt. Das sind nämlich Zwerghühner. Als drittes Tier kam noch Hund Tobi dazu, der ist ein Golden Retriever.
Zu Beginn hat uns Frau Kron den Hund vorgestellt. Der war ganz schön witzig und ganz zahm und lieb. Der hat sich von Frau Kron streicheln lassen und sich extra auf den Rücken gedreht, damit Frau Kron ihm den Bauch krault.
Danach hat Frau Kron angefangen, uns die Kaninchen zu zeigen und Ihr Onkel ist mitgegangen und hat alles erklärt was wir gefragt haben. Wir haben mit den schwarzen Kaninchen angefangen, die heißen Alaska. Mama Kaninchen hatte Junge bekommen, aber die waren noch ganz klein und scheu. Frau Kron hat uns erklärt, dass die Kleinen wie kleine Kinder sind, die gerade in den Kindergarten kommen. Die müssen sich noch an alles gewöhnen. Bisher haben die Kleinen nämlich in einer Wurf Box gelebt, da sind die auch drinnen geboren worden. Erst wenn die etwas älter sind, kommen die daraus und erkunden den Rest von Ihrem Stall. So hat es uns Frau Krons Onkel erklärt. Er hat auch eine Alaska Mama, die schon etwas ältere Jungen hat. Die turnten schon fröhlich durch den Stall und waren auch schon etwas größer. Das waren dann sozusagen die Vorschulkinder. Die waren richtig neugierig und haben sich auch streicheln lassen. Frau Krons Onkel hat etwas Löwenzahn und Klee gepflückt und die Kleinen damit gefüttert. Das war total süß und auch sehr witzig. Die haben sich richtig um das frische Futter gedrängelt um als Erster dran zu kommen. Dann hat Frau Kron uns gefragt, ob wir denn wissen was Kaninchen so essen. Wir wussten alle, dass die gerne Möhren essen. Das stimmt auch, hat uns ihr Onkel erklärt. Die Möhren und das frische Gras oder sowas wie Löwenzahn oder Klee, das ist wie frisches Gemüse für die Kaninchen. Außerdem bekommen die noch Heu und ein Körnerfutter. Das Heu ist dann wie bei uns das Brot und die Körner wie Müsli, da kann dann sogar wirklich richtiges Müsli mit drinnen sein. Die Tiere werden morgens und abends gefüttert. Ganz wichtig ist auch, dass die immer frisches Wasser haben! Wir haben mal vermutet, dass die sonst vertrocknen, das stimmt auch. Das ist wie bei uns Menschen, wenn wir nichts trinken, verdursten wir auch. Dann wollten wir noch wissen, wie lange die Kleinen denn bei der Mama im Stall wohnen bleiben und da gab es eine echte Überraschung. Die Kleinen ziehen da gar nicht aus! Die Mama zieht aus, wenn es soweit ist. Ungefähr wenn die Kleinen circa 12 Wochen alt sind. Das ist ganz anders wie bei uns, denn bei uns Menschen ziehen in der Regel die Kinder aus, wenn sie groß genug sind und selber arbeiten gehen.
Frau Krons Onkel hat uns noch ein paar andere Kaninchen gezeigt, da gab es graue und blaue deutsche Widder, so heißt diese Rasse. Die sind viel größer als die Alaska Kaninchen. Deshalb waren auch die Jungen da schon größer, obwohl sie auch 5 Wochen alt sind. Eines von den Kleinen saß doch tatsächlich im Futterkorb drinnen!!! Das ist ja so, als ob wir uns in die Schüsseln mit Nudeln setzen... Das war sehr witzig, denn wir glauben, dass unsere Mütter wohl nicht sehr begeistert wären, wenn wir uns auf unser Essen setzen würden. Für die Kaninchen ist das auch nicht so gut, denn Frau Krons Onkel hat uns noch erklärt, dass genau deshalb das frische Gras immer in einen solchen Korb kommt und dann so, dass sich da kein Kaninchen draufsetzen kann. Die kriegen nämlich von zu warmen, frischen Gras Bauchschmerzen und werden dann krank.
Nach den Kaninchen, haben wir uns noch die Hühner und den frechen Hahn angeguckt. Der Hahn krähte ganz schön oft und vor allem richtig laut! Immer wenn man auf Ihn zugegangen ist, hat er noch mit den Flügeln geschlagen und nochmal gekräht. Frau Krons Onkel hat uns erklärt, dass der
Hahn ein kleiner Frechdachs ist und das immer so macht. Das war auch witzig. Dann hat er uns den Stall gezeigt. Die Hühner und Hähne müssen nämlich abends wieder rein, damit der Fuchs die nicht klauen kann. Im Stall haben wir dann frisch gelegte Eier gefunden und zusammen gezählt, sechs Stück waren das. Aber uns ist sofort aufgefallen, dass die anders aussehen, wie unsere Eier im Kühlschrank. Die waren viel kleiner. Das liegt daran, dass das ja Zwerghühner sind. Die sehen eben nicht nur anders aus wie die normalen Hühner, sondern legen eben auch andere Eier.
Es war richtig schön, die ganzen Tiere zu sehen. Und wir haben ganz schön viel gelernt über Kaninchen und Hühner. Am Ende kam noch mal Hund Tobi zum Tschüss sagen und dann war es auch leider vorbei. Aber irgendwann muss ja alles mal vorbei sein.